Bericht von der Maiausfahrt 2026 – von und über Maria’s Familie im OSCT

am
Samstag den 02. Mai 2026

zu den

und im Gedenken an Maria Gfatter

Letzteres eigentlich fast spontan, da diese nur 2 Wochen davor von uns ging. Zwei Tage nach der Beisetzung aber umso mehr als Herzenswunsch des Fahrtleiters und Sohnes Werner Gfatter jun.

Die Teilnahme von 21/2 Gfatter- und 2x 1/2 Backknecht-Teams in 4 Fahrzeugen jedoch war schon vorher geplant. (Die Auflösung der speziellen Familienmathematik folgt noch – keine Sorge kein Taschenrechner erforderlich)

Auch geplant: Die Anzahl der Fahrzeuge wurde mit 37 Autos (inkl. Fahrtleiter und Gfatter-Teams) wieder mal voll ausgereizt. Nicht gerechnet wurde allerdings damit, dass zum ersten Mal schon mehrere Wochen im Vorfeld die Starterliste voll war. 

Der Ausgangspunkt der traditionellen Maiausfahrt war natürlich unser Clublokal das Schlossbräu Atzenbrugg, welches in gewohnter Qualität und ausreichender Menge die 78 hungrigen Teilnehmer mit einem hervorragenden Frühstück verköstigte. 

Nach dem Frühstück folgte eine ungewohnte Fahrtbesprechung. Die Regeln
der gemütlichen Ausfahrt waren den meisten schon bekannt, dass es dem
ansonsten guten Sprecher Werner (jun.) jedoch bei der Widmung als
Gedenkausfahrt die Sprache verschlagen hat war neu, wenn auch nicht
überraschend.

Die Ausfahrt wurde diesmal auch thematisch passend wieder als gemütliche bzw. „lockere“ Ausfahrt durchgeführt. Denn diese Ausführungsart wurde vor über 20 Jahren durch Werner sen. und  Maria Gfatter miteingeführt und wie Helmut Berger schon von der 1. lockeren Ausfahrt berichtete 
„fast rührend wie Werner und Maria Gfatter die gesamte Kolonne abgingen und Ostereier austeilten“ 
mit Einsatz und Herzlichkeit geprägt.

Die Gfatters – früher war das das geübte Team Werner und seine Maria.
Er – Stammfahrer im Club, ehem. Vizepräsident und Fahrtleiter von Ausfahrten
Sie – eine Beifahrerin auf die sich auch die Fahrzeuge im Rückspiegel verlassen konnten, aber auch die gute Seele im Hintergrund, welche z.B. mit Nusskipferln das kleine aber feine Extra in die Veranstaltungen, den Club und unser Leben gebracht hat. (ja auch meine ersten Erinnerungen an Oldtimerausfahrten sind eng mit diesem Detail verbunden)

Heute jedoch gehen auf Werner und Marias Vermächtnis ganze 3+1 Fahrzeuge:
-) Ihr Sohn Werner Gfatter jun., Fahrtleiter und Vizepräsident des OSCT im BMW 850 (= 1x Gfatter)
-) Ihr Enkel Christoph Gfatter, bei seiner ersten Ausfahrt mit dem roten VW Käfer Automatik (= 1x Gfatter)
-) Und auch Werner Gfatter sen. war wieder dabei, mit seinen Enkeln Yanik und mir Christian Backknecht im Mercedes-Benz W124 (= 1/2 Gfatter , 1/2 Backknecht)

und da wir alle gelernt haben unser Hobby zu teilen, meine Freunde Peter und Chiara in meinem Mercury Capri (hier gilt das Fahrzeug als 1/2 Backknecht)

Tja ein solches Erbe, dass Maria unserem Club hinterlassen hat ist selbst trotz Mathematischer Aufschlüsselung kaum überschaubar. Aber nicht zum Wundern sondern wunderbar!

Wunderbar war aber auch das Wetter. Wie an den Bildern zu sehen ist, gab es nur Sonnenschein.

Weniger wunderbar war für das „Team Steinhauser“, das ihr Mercedes Benz leider etwas mucken machte.
Typisch für eine KFZ-Werkstatt: Wer zuviel an fremden Autos arbeitet, vernachlässigt den eigenen Oldie hin und wieder (Naja der Dieselfilter wurde schon länger nicht mehr getauscht).
Typisch KFZ-Steinhauser: Aufgeben nein danke! Das Auto wurde also mutmaßlich über den Großteil der Strecke mit Humor statt mit Diesel betrieben. Eh klar: Nur gute Mechaniker können über nicht funktionierende Fahrzeuge lachen! Auch wenn man dann selbstironisch als „Das Letzte“ (Fahrzeug natürlich) ankommt.

Die gut ausgesuchte Strecke hat wohl auch dabei geholfen die Mundwinkel oben zu halten. Die ca. 120 km in und durch das schöne Waldviertel führten zuerst zum Mittagessen ins Gasthaus Kirchberger in Himberg

und anschließend noch ans Hauptziel zu den Winzer Krems in die Sandgrube 13.

Dort gab es aber wieder etwas wunderbares zum Wundern:

Das Team Prinz (kein NSU, sondern die Tochter von Gerhard Panek) hatte trotz zu wenig Bremsflüssigkeit überholt und bog genau gleichzeitig mit dem Führungsfahrzeug auf den Parkplatz ein. Tja wer bremst verliert denn: Während wir uns durch die Kurven des Waldviertels bremsten, fanden die 3 Frauen sogar Zeit die Bremsflüssigkeit des Peugeots 406 wieder füllen zu lassen.

Gut gefüllt waren bei den Winzern Krems aber auch die Weintanks, welche wir zuerst von Oben und anschließend aus dem Keller begutachteten.

Gefüllt wurden auch mehrere Male die Weingläser. Allerdings bei der Hälfte der Personen nur mit 1/16 oder mit 0% Wein – Sprich Traubensaft (obwohl uns sogar der entalkoholisierte Wein angepriesen wurde). 

Alle zusammen lernten wir aber das 1/8erl trinken einfacher ist als 21/2 Autos zu entschlüsseln,
Millionen Liter Qualitätswein im Jahr herzustellen jedoch weit schwieriger.

Denn dafür müssen die Weinbauern ihre Region,

ihre Pflanzen,

und ihren Keller, samt den lang reifenden Flaschen und ruhenden Fässern, gut kennen.

Dies alles samt Film über die Kremser Böden – gezeigt im unterirdischen Kinosaal – durften wir dort kennengelernen.

Abschließend wurde noch bei manchem der Kofferraum oder sogar die Rückbank gefüllt (Man hat ja ein Persenning zum Verstecken) bevor die Rückreise angetreten wurde.

Nach soviel Abenteuer und Information war es aber gut, dass die Rückstrecke ziemlich direkt zurück ins Schlossbräu führte. 

Leider entschlossen sich ein großer Teil der Teilnehmer trotzdem lieber für den direkten Heimweg. Tja selbst Schuld denn so haben diese noch viel Gelächter beim gemütlichen Ausklang verpasst.

Hierzu ist zu Erwähnen: Eben dieses Lachen und Zusammensein hat nicht nur Werner sen. sondern der gesamten Familie Gfatter die schwierige Zeit für einen Tag leichter gemacht hat.

Abschließend lässt sich hierüber sagen: Durch Maria ist die Familie Gfatter als Teil des OSCT gewachsen. Der OSCT aber ist mittlerweile auch ein Teil unserer Familie geworden. 

Ich danke für das lesen des etwas längeren, Gfatter-lastigen, Berichts.

Christian Backknecht
für die Familie Gfatter

und für die für die Teilnahme und mitgebrachte gute Laune 

euer

Oldtimer und Sportwagen Club Tullnerfeld, OSCT

P.S.: Die gesammelten Bilder findet ihr bald im nächsten Beitrag „Neues Album“ (siehe oben)

oder in der OSCT-Bildgalerie

 

 

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